Corona-Impfterminrechner für die Schweiz

By Bogna Szyk, Philip Maus and Salam Moubarak, PhD
Last updated: May 07, 2021

Hinweis: Die Daten in diesem Rechner werden nicht mehr aktualisiert. Letzte Aktualisierung: 26. April 2021.

Die COVID-19-Pandemie hat alle Länder der Welt erfasst und unsere Leben unwiderruflich verändert. In der Schweiz hat die Zahl der Todesopfer bereits 10'000 überschritten. Wir haben genug von diesem Virus - aber was können wir dagegen tun? Der effektivste Weg, diesen Feind zu bekämpfen, ist die Erstellung des Impfstoffs. 💉

Ja: wir haben den Impfstoff gegen Corona schon!

Weil über 8 Millionen Menschen in der Schweiz ihren Wohnsitz haben, können nicht alle sofort geimpft werden. Deswegen fragen wir:

  • Wer bekommt den Impfstoff zuerst?
  • Wann bekomme ich den Impstoff?

Wir haben diesen Rechner erstellt, um Antworten auf diese beiden Fragen zu liefern. Der Impfterminrechner schätzt für Sie, wie viele Menschen vor Ihnen in der Warteschlange für eine Corona-Impfung in der Schweiz sind. Er schätzt auch, wie lange Sie warten müssen, um Ihren Impfstoff zu bekommen.

Unser Impfterminrechner ist auf Grundlage der Covid-19-Impfstrategie erstellt worden.

Wer bekommt den Impfstoff zuerst?

Es ist doch fantastisch, dass wir jetzt Corona-Impfstoffe haben, die für den allgemeinen Gebrauch zugelassen sind. Aber das ist noch nicht das Ende der Corona-Geschichte. Millionen von Impfstoffdosen müssen nun produziert und den Menschen in die Arme injiziert werden. Das ist eine produktionstechnische bzw. logistische Aufgabe für alle Beteiligten. Und wird natürlich viel Zeit brauchen.

Das Bundesamt für Gesundheit hat die Reihenfolge der Impfungen in einer Covid-19-Impfstrategie festgelegt.

1. Zielgruppe: besonders gefährdete Personen (BGP)

Diese Gruppe ist weiter in zwei Phasen unterteilt. Folgenden besonders gefährdeten Personen wird die Covid-19-Impfung mit hoher Prioritat empfohlen:

Phase 1:

  • Personen ab 75 Jahren,
  • Personen, die in Alters- und Pflegeheimen wohnen oder tätig sind,
  • Personen mit den folgenden chronischen Krankheiten:
    • Herzerkrankungen oder Blutdruck regelmässig über 160 mmHg,
    • Leberzirrhose,
    • Atemwegs-Erkrankung (u.a. Lungenfibrose und COPD),
    • Lebererkrankung,
    • Nierenerkrankung,
    • Schwere Form von Diabetes,
    • Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 35),
    • Krebserkrankung,
    • HIV-Infektion (CD4+ < 200 µl),
    • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa),
    • Lupus erythematodes,
    • Schwere entzündliche Gelenkserkrankung (rheumatoide Arthritis),
    • Psoriasis (starke Schuppenflechte),
    • Immundefizienz bzw. immunsuppressive Therapie,
    • Down-Syndrom (Trisomie 21).

Phase 2:

  • Personen ab 65 Jahren,
  • Erwachsene < 65 Jahren mit chronischen Krankheiten.

Auch andere Personen können nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall mit hoher Priorität behandelt werden.

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2. Zielgruppe: Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt / Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen

Darunter versteht man Gesundheits- und Betreuungspersonal, das durch Pflege, Behandlung und Betreuung direkte Kontakte mit Patientinnen und Patienten sowie besonders gefährdeten Personen hat:

  • Personal in Alters- und Pflegeheimen bzw. Heimen für Menschen mit Behinderungen,
  • Personal in allgemeinen Krankenhäuser und Spezialkliniken,
  • Spitex-Personal,
  • Ärztinnen und Ärzte bzw. Personal in Arztpraxen,
  • Tätige in Blaulichtorganisationen (Rettungs- und TransportsanitäterInnnen, Zivilschutz- und Zivildienstleistende, Militärpersonal),
  • Tätige in Physiotherapie, Osteopathie, Hebammen, Ergotherapie, Logopädie, Chiropraktik (ambulanter Bereich),
  • Zahnärztinnen und Zahnärzte bzw. Personal in Zahnarztpraxen,
  • Apothekerinnen und Apotheker bzw. Personal in Apotheken.

3. Zielgruppe: Enge Kontakte (Haushaltsmitglieder) von besonders gefährdeten Personen

Dabei handelt es sich um Personen ab 16 Jahren, die mit besonders gefährdeten Personen im selben Haushalt leben (z. B. PartnerIn, Familienmitglieder, MitbewohnerInnen, HaushälterIn, Au-pairs) oder pflegende Angehörige.

4. Zielgruppe: Erwachsene in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions-und Ausbruchsrisiko

Dabei handelt sich um Personen, die in einer der folgenden Einrichtungen wohnen oder tätig sind:

  • Heime und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen,
  • Psychosomatische und psychiatrische Kliniken,
  • Bundesasylzentren und kantonale Kollektivunterkünfte für Asylsuchende,
  • Obdachlosenunterkünfte,
  • Anstalten des Freiheitsentzugs.

Alle Personen, die nicht in den Gruppen 1-4 enthalten sind, werden geimpft, nachdem diese vier Gruppen ihre Impfungen erhalten haben.

Wie kann ich den Rechner benutzen?

Folgen Sie diesen Schritten, um Ihren Platz in der Corona-Impfstoffwarteschlange zu berechnen:

  1. Geben Sie Ihr Alter in Jahren ein. Je älter Sie sind, desto eher werden Sie zur Impfung eingeladen.
  2. Wählen Sie, in welchem Kanton Sie wohnen. Sie können auch Schweiz (allgemein) wählen, um ein Ergebnis zu erhalten, das nur auf nationalen Daten basiert.
  3. Wenn Sie berufstätig sind, wählen Sie Ihren Beruf. Einige Gruppen mit hohem Risiko erhalten den Impfstoff schneller als andere.
  4. Wenn Sie im Senioren- und Altenpflegeheim bzw. einer Gemeinschaftsunterkunft wohnen oder arbeiten, erhalten Sie Ihren Impfstoff ebenfalls schneller.
  5. Haben Sie engen Kontakt zu pflegebedürftigen Personen? Wenn ja, werden Sie früher geimpft, um das Risiko für diese Personen zu minimieren.
  6. Haben Sie eine Vorerkrankung, die Ihr Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf erhöht?
  7. Welche Impfrate soll der Rechner berücksichtigen? Sie können die von dem Bundesamt für Gesundheit vorgesehene (alle gewillten Bürger sollen bis zum Ende Juli die erste Dose bekommen), die aktuelle oder eine beliebige Impfrate einstellen.

Unserer Impfterminrechner zeigt eine Schätzung der Minimal- und Maximalanzahl von Personen, die den Impfstoff noch vor Ihnen erhalten. Wir geben auch an, wie lange es dauern könnte, bis Sie beide Dosen des Impfstoffs erhalten und vollständig geschützt sind.

Standardmäßig basieren diese Zahlen auf einer Impf-Bereitschaft von 67% (laut des Projekts Covid-Norms würden sich 67% gegen Corona impfen lassen). Wenn Sie diese Werte ändern möchten, können Sie dies im Abschnitt "Der Schweizer Impfplan" des Impfterminrechners tun.

Wir wissen, dass das Warten auf den Impfstoff frustrierend sein kann. Indem wir jedoch denjenigen Menschen Priorität einräumen, für die das Risiko eines schweren oder tödlichen Krankheitsverlaufes besteht, können wir mit dieser fantastischen neuen Waffe gegen das Virus Leben retten.

Wer soll nicht geimpft werden?

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, für die der Impfstoff aktuell nicht zugelassen ist, sollen nicht geimpft werden. 👶👦👧

Die Impfung in der Schwangerschaft und Stillzeit ist derzeit generell (noch) nicht empfohlen. Allerdings kann bei Schwangeren mit chronischen Erkrankungen mit höchstem Risiko eine Impfung erwogen werden.

Häufig gestellte Fragen

FAQ

Wie sicher ist die Impfung?

Für Europa wird das zentralisierte Zulassungsverfahren für Corona-Impfstoffe durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA koordiniert. Die Impfstoffbewertung der EMA nehmen die Expertinnen und Experten der nationalen Arzneimittelbehörden Europas vor. In der Schweiz ist Swissmedic für die Zulassung zuständig und entscheidet, ob ein Impfstoff zugelassen wird.

Wie bei etablierten Impstoffen auf dem Markt üblich können Nebenwirkungen auftreten. Im Allgemeinen ist das Risiko von Nebenwirkungen jedoch viel geringer als die möglichen Folgen einer COVID-19-Infektion.

Wie oft muss die Impfung wiederholt werden?

Fast alle zugelassenen oder in der Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoffe benötigen zwei Impfdosen im Abstand von 3 bis 12 Wochen, um wirksam zu sein.

Ich bin schwanger oder stille. Kann ich die Impfung bekommen?

Eine Impfung von schwangeren Frauen ist derzeit nicht generell empfohlen. Es gibt noch nicht genug Daten zur Impfung in der Schwangerschaft. Bei bestimmten chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung kann eine Impfung dennoch sinnvoll sein. Wenn Sie schwanger sind und eine chronische Krankheit haben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Soll ich mich auch impfen lassen, wenn ich bereits an Corona erkrankt war?

Auch wenn Sie bereits Corona hatten, sollten Sie sich trotzdem impfen lassen. Es ist noch nicht sicher, ob eine überstandene Infektion Ihnen eine ausreichende Immunität verleiht.

Warum ist der Impstoff knapp?

Die Impfstoffe müssen produziert werden, bevor sie verteilt werden können. Pfizer hat vor, im Jahr 2021 1,3 Milliarden Dosen des Impfstoffs zu produzieren. Der Moderna-Impfstoff ist auch schon zugelassen. Wenn weitere Impfstoffe zugelassen werden, wird das Angebot steigen.

Die Priorisierungsempfehlung hat nur solange Gültigkeit, bis genügend Impfstoff verfügbar ist. Mittelfristig ist es das Ziel, allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu einer Impfung gegen Corona anbieten zu können.

Änderungsprotokoll

  • 22. März 2021: Sie können Ihren Kanton auswählen und die entsprechenden Ergebnisse erhalten.
Bogna Szyk, Philip Maus and Salam Moubarak, PhD
Dieser Rechner schätzt, wo Sie sich in der Warteschlange für eine Corona-Impfung in der Schweiz befinden. 💉

Der Rechner basiert auf der von dem Bundesamt für Gesundheit veröffentlichten Impfstrategie, die Sie in diesem Abschnitt finden können.

Version francophone du calculateur
Wer sind Sie?
Alter
Jahre alt
Wo wohnen Sie?
Zürich
Haben Sie eine der Vorerkrankungen auf dieser Liste?
Nein
Andere chronische Krankheiten?
Nein
Schwanger? 🤰
Nein
Enger Kontakt von Personen 65+ o. mit Vorerkrankungen?
Nein
Beruf
Sind Sie berufstätig?
Nein
Sind Sie BewohnerIn von oder tätig in:
Alters-und Pflegeheimen?
Nein
Gemeinschaftseinrichtungen?
Nein
Der Schweizer Impfplan
Impfrate
Plan des BAG
Es ist geplant, bis 31.07 allen gewillten Bürgern ein Impfangebot zu machen. Dafür ist eine Impfrate von ca. -156’378 Dosen pro Woche erforderlich.
Impf-Bereitschaft
%
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