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Dämmungsrechner

Created by Kenneth Alambra
Reviewed by Bogna Szyk and Jack Bowater
Translated by Luise Schwenke and Julia Kopczyńska, PhD candidate
Last updated: Jan 18, 2024


Dieser Dämmungsrechner beantwortet die Fragen:

  • Was ist der R-Wert?
  • Wie hoch ist der R-Wert einer bestimmten Wand?
  • Wie viel Isolierung / Dämmung brauche ich?
  • Wie berechnet man den R-Wert (Gesamt-R-Wert) eines beliebigen Wanddämmstoffs, einer Dachbodendämmung oder einer Wand?

Du kannst mit diesem Rechner herumspielen, um die besten Kombinationen von Wanddämmungen zu finden, die deinen Bedürfnissen entsprechen. Wähle die Materialien aus, die du verwendest (oder verwenden möchtest), und gib ihre Dicken ein, um den Gesamt-R-Wert deiner Dämmung zu ermitteln.

Das ist auch der perfekte Zeitpunkt, um einen Blick auf unseren Wärmeverlust Rechner 🇺🇸 zu werfen, in dem es um den „U-Wert“ geht, den Kehrwert des R-Wertes. Lies diesen Artikel weiter, um das Thema Wärmedämmung und R-Wert zu vertiefen.

Was ist Dämmung und wie viel Dämmung brauchst du?

Dämmmaterial, dass auf einem Dachboden ausgelegt wird

Wer in Gegenden lebt, in denen es lange und extrem heiße Sommer gibt, verwendet Klimaanlagen, um sein Zuhause angenehm zu gestalten. Die Wände, Dächer, Böden, Fenster und Außentüren unserer Häuser wirken wie Barrieren, die uns vor den Außentemperaturen schützen. Die Materialien, die für diese Barrieren verwendet werden, haben Einfluss darauf, wie gut unsere Häuser die intensive Hitze von draußen abhalten. Wärme, oder thermische Energie, fließt durch Materialien durch Leitung, Konvektion und Strahlung. Wir nennen die Materialien, die dem Wärmefluss gut widerstehen, Dämmstoffe oder Isolierungen.

Es ist sehr ratsam, Häuser, in denen es im Winter sehr kalt ist, zu dämmen. Heizungen sind mit isolierten Wänden und Dächern viel effizienter, da die Wärme, die die Heizung abgibt, besser im Haus gehalten wird. Zudem ist eine gute Abdichtung des Hauses wichtig, um Wärmelecks zu vermeiden. Überraschenderweise kann eine Schneeschicht auf unserem Dach als Isolierung dienen. Je dicker sie ist, desto besser ist dein Haus isoliert. Sei jedoch vorsichtig: dies kann auch aufgrund des Gewichts des Schnees auf dem Dach 🇺🇸 gefährlich werden und ohne eine gute Dachisolierung kann sich Feuchtigkeit in der Decke und den Wänden ansammeln, was zu späteren Schäden führen kann.

🙋 Erfahre mehr über die Thermodynamik der Wärmeübertragung mit unserem Wärmeübergangskoeffizient Rechner.

Was ist der R-Wert?

Jedes Material, das dem Wärmestrom gut widerstehen kann, kann als Dämmung dienen (auch Materialien, die schlechte Widerstandswerte haben, können in der Theorie verwendet werden, aber wieso solltest du das tun?). Der R-Wert (Wärmedurchlasswiderstand) ist ein numerischer Wert, der den Wärmewiderstand eines Materials bei einer bestimmten Dicke angibt. Wir können auch den gesamten R-Wert der Materialschichten bestimmen, aus denen unsere Häuser bestehen. Je höher der R-Wert einer Barriere ist, desto höher ist ihr Wärmewiderstand. Auch die Dicke des Materials wirkt sich auf den Gesamt-R-Wert aus. Je dicker das Material ist, desto besser ist sein Wärmewiderstand, vorausgesetzt, das Material hat einen hohen R-Wert.

Andererseits liefert der Kehrwert des R-Wertes einen weiteren Faktor, der den Wärmestrom durch ein Material beschreibt. Wir nennen diesen Faktor den U-Wert oder den U-Koeffizienten (U = 1/R). Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) wiederum steht für die Fähigkeit eines Materials, Wärme zu leiten. Das bedeutet, dass niedrige U-Werte für Isolierungen vorzuziehen sind, da sie den Wärmestrom durch die Barrieren des Hauses begrenzen.

Berechnung des R-Wertes einer Wand

Der R-Wert einer Schicht berechnet sich aus der Division der Dicke d der Bauteilschicht (in Metern) durch die Wärmeleitfähigkeit λ des jeweiligen Schichtmaterials und wird in m²∙K/W angegeben. Die Formel lautet also R = d/λ.
U dem Gesamt-R-Wert einer Wand zu berechnen, musst du nur noch alle erhaltenen R-Werte miteinander addieren:

Gesamt-R-Wert=(d1/λ1)+ (d2/λ2)+(d3/λ3)+ ...+(dn/λn)\footnotesize \begin{split} \text {Gesamt-R-Wert} = (\text d_1/ \lambda_1)\\ + \ (\text d_2/ \lambda_2) + (\text d_3/ \lambda_3) \\ +\ ... + (\text d_n/ \lambda_n) \end{split}

Wir können die R-Werte auch in imperialen Einheiten in °F∙ft²∙hr/BTU pro Zoll Dicke ausdrücken. Dabei ist Rₙ der R-Wert eines Materials in °F∙ft²∙hr/BTU/in, und tn ist die entsprechende Dicke in Zoll. Wir können R-Werte von SI-Einheiten in imperiale Einheiten umrechnen, indem wir den R-Wert mit der abgeleiteten Konstante 5,6785917 multiplizieren.

Um besser zu verstehen, wie man den Gesamt-R-Wert berechnet, betrachten wir eine Beispielwand mit denselben Schichten wie in der Abbildung unten:

Ein Querschnitt einer Beispielwand mit Dämmung mit einer bestimmten Dicke für jedes verwendete Dämmmaterial

Diese Beispielwand enthält eine typische Trockenbauwand aus 8-cm-Glasfaserdämmung (Wärmeleitfähigkeit λ: 0,04 W/(mK)) zwischen zwei 1-cm-Zementplatten (λ: 1,4 W/(mK)). Diese Trockenbauwand hat einen 2,5 cm Luftspalt (λ: 0,03 W/(mK)), bevor sie auf eine 8 cm Betonwand (λ: 0,15 W/(mK)) trifft. Die Wand hat zudem eine 5 cm dicke Ziegelverkleidung (λ: 0,7 W/(mK)) und eine 2,5 cm dicke Kalksandstein-Schicht (λ: 0,99 W/(mK)), die zwischen dem Beton und den Ziegeln liegt. In der folgenden Tabelle findest du die R-Werte weiterer Materialien, die häufig im Bauwesen verwendet werden:

Material

R-Wert / cm

Material

R-Wert / cm

Akustikdeckenplatte

1,14

Isocyanuratschaum

2,76

Luft

0,56

Holzfaserplatte

0,94

Luftporenbeton

1,54

Zellstoff

1,41

Marmor

0,02

Ziegelstein (90 PCF)

0,08

Teppich und Fasermatte

0,83

Mineral-/Steinwolle (lose Schüttung)

1,26

Zedernholz

0,52

Mineral-/Steinwollmatte

1,30

Zellulose (dichte Packung)

1,26

Spanplatten (geringe Dichte)

0,56

Zellulose (lose Schüttung)

1,38

Spanplatten (mittlere Dichte)

1,06

Zementplatte

0,02

Spanplatte

0,43

Zementmörtel

0,0,08

Sperrholz

0,50

Keramikfliesen

0,03

PIR Polyisocyanuratschaum mit Folie

2,83

CMU (hohl)

0,39

PIR-Polyisocyanurat-Sprühschaum

62,60

Backstein (120 PCF)

0,04

PU-Polyurethan-Sprühschaum (hohe Dichte)

2,60

Korkplatte

1,36

PU-Polyurethan-Sprühschaum (niedrige Dichte)

1,46

Expandiertes Perlit (lose Schüttung)

1,04

Gussbeton

0,03

EPS expandierter Polystyrolschaum

1,57

Sand und Kies

0,0,24

XPS extrudierter Polystyrolschaum

1,97

Sägemehl oder Hobelspäne

0,87

Glasfaser (dichte Packung)

1,57

Nadelschnittholz (Tanne, Kiefer

0,50

Glasfaser (lose Schüttung) 0,28 PCF

0,87

Stuck

0,08

Glasfaser (lose Schüttung) 0,79 PCF

1,57

Harnstoffterpolymerschaum

1,76

Glasfasermatte (leicht)

1,57

Vermiculit (lose Schüttung)

0,87

Glasfasermatte (Standard)

1,34

Holz

4,13

Granit

0,02

Holzfasermatte

1,57

Gipskarton

0,35

Holzschindeln

0,40

Hartholz (Ahorn, Eiche)

0,36

Asbest (Verwendung für neue Bauwerke in Deutschland seit 1993 verboten)

0,64

Wir können die Materialien und Dicken der Materialien aus unserem Beispiel nun in den Rechner eingeben, der die Gleichung für den Gesamt-R-Wert löst. Um die R-Werte für jede Schicht zu berechnen, muss die Schichtdicke des Materials durch seine Wärmeleitfähigkeit dividiert werden. Die einzelnen R-Werte können dann zum Gesamt-R-Wert der Wand addiert werden.

R-Wert Glasfaser=0,08m0,04m=2,67R-Wert Zement=0,02m1,4m=0,01R-Wert Luft=0,025m0,03m=0,83R-Wert Beton=0,08m0,15m=0,53R-Wert Ziegel=0,05m0,07m=0,71R-Wert Kalksandstein=0,025m0,00m=0,03Gesamt-R-Wert=2,67+0,01+0,83+ 0,53+0,71+0,03\scriptsize \text {R-Wert Glasfaser} = \dfrac{0,\!08m}{0,\!04m} = 2,\!67\\ \text {R-Wert Zement} = \dfrac{0,\!02m}{1,\!4m} = 0,\!01\\ \text {R-Wert Luft} = \dfrac{0,\!025m}{0,\!03m} = 0,\!83\\ \text {R-Wert Beton} = \dfrac{0,\!08m}{0,\!15m} = 0,\!53\\ \text {R-Wert Ziegel} = \dfrac{0,\!05m}{0,\!07m} = 0,\!71\\ \text {R-Wert Kalksandstein} = \dfrac{0,\!025m}{0,\!00m} = 0,\!03\\ \text {Gesamt-R-Wert} = 2,\!67+ 0,\!01 + 0,\!83\\ + \ 0,\!53 + 0,\!71 + 0,\!03\\
Gesamt-R-Wert=4,78(m²K)/W\footnotesize \text {Gesamt-R-Wert} = 4,\!78 \text (m²\cdot K)/W

Wir können also sagen, dass der gesamte R-Wert der 30-cm-Wand mit der oben beschriebenen Wanddämmung 4,8 m²∙K/W beträgt, oder dass sie einen R-Wert von R-4,8 hat.

R-Werte der Dämmung verstehen

Die empfohlenen R-Werte für jede Art von Dämmung in unseren Häusern hängen davon ab, wo wir wohnen. Es ist außerdem ratsam, in den örtlichen Bauvorschriften nach den empfohlenen R-Werten für die Wand-, Dachboden- und Bodendämmung zu suchen, um zu wissen, wie viel Dämmung du brauchst. Die empfohlenen R-Werte für die Dämmung findest du auch auf der Verpackung der Dämmung und dein örtlicher Baumarkt wird dir bestimmt gerne den empfohlenen R-Wert für die von dir gewünschte Anwendung nennen. Mithilfe unseres Dämmungsrechners kannst du dann die richtige Dicke der Dämmung für dein Haus ermitteln.

Als grobe Richtwerte kannst du dir auch die folgenden Faustregeln zur Dämmung anschauen:

  • R-Wert 1 — bis ca. +7°C
  • R-Wert 2 — bis ca. +2°C
  • R-Wert 3 — bis ca. -5°C
  • R-Wert 4 — bis ca. -11°C
  • R-Wert 5 — bis ca. -17°C
  • R-Wert 6: — bis ca. -24°C

Wenn dir unser Dämmungsrechner bei der Bestimmung deines R-Werts für die Wand- und Dachbodendämmung hilft, probiere auch unseren Leistung für Klimaanlage Rechner aus, mit dem du die richtige Größe der Klimaanlage für deinen Raum ermitteln kannst. Wenn du planst, ein energieeffizientes Haus zu bauen, empfehlen wir dir unseren Einsparungen durch Passivhaus Rechner 🇺🇸.

FAQ

Wie begrenzt die Dämmung die Wärmeübertragung?

Die Dämmung begrenzt die leitende und konvektive Wärmeübertragung, indem sie eine Barriere zwischen einem wärmeren und einem kälteren Objekt schafft. Dadurch wird die Wärmestrahlung reflektiert oder die Wärmeleitung und -konvektion von einem Objekt zum anderen reduziert. Je nach Material der Barriere ist die Dämmung mehr oder weniger effektiv.

Was ist der R-Wert der Dämmung?

Der R-Wert für Dämmung misst, wie viel Widerstand eine Dämmung einer bestimmten Dicke gegen den Wärmestrom hat. Die Einheit des R-Werts ist K⋅m²/W (oder in imperialen Einheiten °F∙ft²∙hr/BTU/in). Im Allgemeinen bedeutet ein höherer R-Wert einen größeren Widerstand und eine bessere Isolierungsfähigkeit des Materials. Leider sind Dämmstoffe mit höheren R-Werten teurer als solche mit niedrigeren R-Werten.

Wie hoch ist der R-Wert einer 15-cm-Glasfaserdämmung?

4,28 m²∙K/W oder 24 °F∙ft²∙hr/BTU (multipliziere den R-Wert mit 5,6785917, um das Ergebnis in imperialen Einheiten zu erhalten). Um den R-Wert zu berechnen, dividierst du die Schichtdicke der Glasfaserschicht in Metern durch die Wärmeleitfähigkeit (λ in W/(m∙K)) des Stoffes:
0,15 m / 0,035 W/(m∙K) = 4,28 m²-K/W.

Was beeinflusst den R-Wert der Dämmung?

Die Art des Materials, seine Dicke und seine Dichte. Andere Faktoren, die sich auf den R-Wert auswirken, sind Temperatureinflüsse, Alterung und Feuchtigkeitseinwirkung. All diese Faktoren können den R-Wert eines Materials verändern und die Gesamtdämmung einer Konstruktion beeinflussen.

Wie kann ich ein Garagentor isolieren?

Hier sind einige Profi-Tipps, wie du dein Garagentor isolieren kannst:

  1. Installiere ein fertiges Garagentor-Dämmset.
  2. Verwende Hartschaum-Dämmplatten, die du an die Maße deines Garagentors anpasst.
  3. Versuche es mit flexibler Dämmwatte in Streifen oder Rollen.
  4. Erneuere die Gummidichtung an der Unterseite des Tors.
  5. Vergiss nicht, das Dach und die Seitenwände vor entweichender Wärme zu schützen!
Kenneth Alambra
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